30.06.2009

Das Bundesamt für Kultur (BAK) zeichnet 34 Kunstschaffende aus

Parallel zur Art Basel vergibt das Bundesamt für Kultur jedes Jahr die Preise des Eidgenössischen Wettbewerbs für Kunst. Dieser Wettbewerb besteht seit 1899 und ist der älteste und renommierteste Kunstwettbewerb der Schweiz. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden von der neunköpfigen Eidgenössischen Kunstkommission unter dem Vorsitz von Hans Rudolf Reust, Kunstkritiker und Dozent an der Hochschule der Künste Bern, gewählt. Die Preissumme beträgt insgesamt 810'000 Franken – 27'000 Franken pro Arbeit.

25 Preise gingen dieses Jahr an die Sparte Kunst, zwei an die Sparte Architektur und drei an die Sparte Kunstvermittlung. Die Arbeiten sämtlicher Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in der Ausstellung "Swiss Art Awards" während der Art Basel in der Messe Basel zu sehen.  

Gemäss Kommissionspräsident Hans Rudolf Reust verfügt die Schweiz mit den Swiss Awards über eine international einmalige, jährlich wiederkehrende Plattform für junge künstlerische und architektonische Ansätze und deren Verständnis. Zum Jahrgang 2009 meint er: „Die Orientierung hin zu sozialhistorisch- und genderpolitisch motivierten Arbeiten oder zu konzeptuellen Auseinandersetzungen mit dem Modernismus und der Wahrnehmung hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt - wenn auch nicht mehr so stark. Sehr persönliche Denkräume werden eröffnet. Zu Selbstreflexion oder 'Räume denken' verführen uns auch die beiden prämierten Beiträge der Architektur und die besonders hochstehenden Eingaben beim Preis für Vermittlung."

Gewonnen haben in der Sparte Architektur mit je einer Gemeinschaftsarbeit Mike Mattiello, Frank Schneider und Cornelia Schwaller (vom Zürcher Büro phalt) sowie Reto Pedrocchi und Beat Meier (vom Basler Büro Pedrocchi Meier).

Die Arbeit "Räume denken" der Zürcher Vectorworks-Anwender vom Büro phalt visualisieren laut Jurybericht "auf originelle Weise die Wahrnehmung von Raum in der Architektur. Die Inneneinsichten ihrer drei präzis gestalteten Kisten geben Einblick in verschiedene Raumstrukturen, die über den Lichteinfall, die Sprünge im Massstab und ihre potentielle Erweiterung in die Tiefe eigene Qualitäten entwickeln."

 

© phalt, Zürich



Die beiden Basler Architekten Beat Meier und Reto Pedrocchi thematisieren mit der Installation "China Pop" den in China populären Konsum westlicher Architektur und entwickeln, wie die Jury in ihrem Bericht schreibt, "einen gelungenen, selbstironischen Kommentar zum aktuellen Boom der europäischen Architektur in China. Auf spielerische Weise nehmen sie mit der Materialwahl Bezug auf eine Zeit, in der die Superlative zum Impetus des Bauentwurfs geworden sind".

 

© Pedrocchi-Meier Architekten, Basel


Wir gratulieren herzlich!


Kategorie: News Vectorworks