Hier finden sie eine Liste der Neuerungen von Vectorworks 2009. Es sind sicherlich viele Features dabei, auf die Sie nicht verzichten möchten! Einen kompakten Überblick über die aktuelle Version finden Sie im Updateprospekt.
Damit Sie sich hier einen schnellen Überblick verschaffen können, sind die Neuerungen in 7 Kapitel unterteilt:
Vectorworks 2009 integriert mit Parasolid den aktuell modernsten Modellierkern, der für CAD-Programme verfügbar ist. Die Technologie von Siemens PLM Software bietet auch in komplexesten Plänen eine überragende Performance bei höchster Präzision und Zuverlässigkeit. Nicht nur deshalb wird Parasolid von 2,5 Mio. CAD-Anwendern genutzt und ist der Standard im Automobilbau und in der Luft- und Raumfahrtindustrie.
Film starten: 2D-Parasolid
Mit Parasolid enthält Vectorworks jetzt die beste verfügbare 3D-Technologie. Damit fallen alle Grenzen, die bisher das 3D-Konstruieren eingeschränkt haben. Was Sie sich vorstellen können, kann man in Vectorworks jetzt auch modellieren, zum Beispiel den Mangrove Chair von Eiji Shibata, Gewinner des Tokyo Designer‘s Week “Design Premio” Awards.
Film starten: 3D-Parasolid
Parasolid hält auch für den 2D-Bereich wichtige Verbesserungen bereit. Während Sie entwerfen und konstruieren, erledigt im Hintergrund der weltbeste CAD-Kern die Berechnungen, das Datenmanagement und die Ausnahmenbehandlung. In Vectorworks 2009 werden Fangpunkte schneller erkannt, komplexeste Flächen- und Schnittoperationen mit nicht da gewesener Zuverlässigkeit gelöst, Parallelen mit absoluter Genauigkeit berechnet. Und unter Windows unterstützt Vectorworks ab Version 2009 Multiprozessor-Rechner (Mac OS folgt). Das sind nur einige der Neuerungen, die beim Konstruieren von 2D-Plänen für höchste Zuverlässigkeit, Präzision und Geschwindigkeit sorgen.
Film starten: 2D-Parasolid
Sobald ein Punkt, z. B. ein Endpunkt vom Zeiger gefangen wurde, wird das mit einem gut sichtbaren Fadenkreuz signalisiert. So kann es nie mehr passieren, dass man einen Punkt versehentlich knapp verfehlt und deshalb z. B. alle folgenden Objekte falsch platziert. Fehlervermeidung der intelligenten Art.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Oft benötigt man zum Konstruieren die Mitte einer Kante oder einer Fläche. Aber die waren nicht immer einfach zu finden. Jetzt bewegt man die Maus auf eine Linie, einen Kreisbogen usw. und schon wird die Mitte mit einem kleinen Strich markiert und kann gefangen werden. Besonders bei langen Kanten oder Kreisbogen mit großen Radien eine unschätzbare Hilfe.
Film starten: Intelligenter Zeiger
In einem Plan mit hoher Zeichnungsdichte ist es oft schwierig, den richtigen Punkt zu erwischen. Mit der neuen Lupenfunktion, die Sie einfach durch Drücken der Taste «Y» aufrufen, können Sie jetzt den Bereich um den Zeiger augenblicklich vergrößert anzeigen. Der fragliche Ausschnitt um die Maus wird achtfach vergrößert. Sobald Sie
bequem den richtigen Punkt gefangen haben, verschwindet die Vergrößerung automatisch und Sie können ganz normal weiterzeichnen.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Es gibt kaum noch eine Positionierungsaufgabe, die nicht mühelos mit den überarbeiteten Hilfslinien gelöst wird. Hilfslinien können jetzt auf Tastendruck auch auf runde Objekte gelegt werden. So findet man im Nu z. B. den Schnittpunkt einer Geraden mit der Verlängerung eines Kreisbogens. Während des Verschiebens kann als Hilfe eine Linie in einem bestimmten Winkel eingeblendet werden. Dadurch lässt sich ein Objekt beispielsweise nur noch entlang der Horizontalen verschieben und trotzdem an einem beliebigen Punkt in der Zeichnung ausrichten. Das sind nur zwei von vielen Verbesserungen, die richtig Spaß machen.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Kleine Einstellung, große Wirkung: Legen Sie die Zeitdauer fest, wie lange sich die Maus über einem Punkt befindet, bevor dieser vorübergehend zum Ausrichtpunkt wird (z. B. 1 Sekunde). Dadurch werden nicht mehr laufend Hilfspunkte aufgenommen. Sehr elegant kann man jetzt ein Objekt in einem bestimmten Abstand zu einem Punkt platzieren: Relativen Ursprung setzen, gewünschten Abstand tippen und schon erscheint ein Hilfskreis um den Ursprung.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Der Intelligente Zeiger bedeutet aber keine Informationsflut, denn der neue SmartCursor™ lässt sich bis ins Detail konfigurieren – Sie bestimmen, welche Informationen eingeblendet werden – und welche nicht. Was Sie nicht benötigen schalten Sie einfach aus, etwa den Fangbereich des Zeigers oder Punktarten, die nicht gefangen werden sollen (z. B. Symbol-Einfügepunkte). Dafür heben Sie hervor, was Ihnen wichtig ist: Stellen Sie in Vectorworks 2009 ein, ob die Seitenmitten mit einem leuchtend roten Strich angezeigt werden oder nur in einem dezenten Grau. Sie haben die Kontrolle.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Nie mehr verklicken beim Aktivieren: Der Intelligente Zeiger hebt alle Objekte hervor, die aktiviert werden, noch bevor Sie klicken. Dank dieser Vorauswahl aktivieren Sie jetzt nie mehr das falsche Objekt, auch wenn die Objekte nahe beieinander oder übereinander liegen. Und ähnliches gilt für das Ausrichten an einem Objekt. Auch dafür kann eine Vorschau angezeigt werden. Mehrmals klicken, bis man das richtige Objekt oder den richtigen Punkt erwischt – das ist Vergangenheit: Maus darüber bewegen, klicken, und nahtlos geht es weiter.
Film starten: Intelligenter Zeiger
Objektmaßanzeige heißen die Felder, die beim Mauszeiger eingeblendet werden und in die während des Zeichnens Werte wie z. B. eine Länge eingetippt werden können. Verschiedene Verbesserungen erleichtern nun die Arbeit mit dieser praktischen Konstruktionshilfe: Wahlweise aktivieren Sie mit einer Zahlentaste ein Werkzeug anstatt automatisch einen Werts in die Objektmaßanzeige zu schreiben. In der Regel zeigt die Objektmaßanzeige für eine Gerade nur die Felder Länge und Winkel. Wahlweise können Sie jetzt auch die anderen Felder mit der Tabulatortaste aufrufen, beispielsweise um die Steigung (∆ y) einzugeben.
Und wenn Sie einen relativen Ursprung setzen, können Sie jetzt neu in der Objektmaßanzeige eine Länge eingeben und schon erscheint ein Hilfskreis. Damit wird es zum Kinderspiel, ein Objekt in einem bestimmten Abstand von einem beliebigen Punkt zu platzieren.
In Version 2009 wird die Reihenfolge von Objekte mit den Befehlen «Nach vorne» oder «Nach hinten» intelligent verändert: Häufig kommen diese Befehle ja zum Einsatz, wenn mehrere Objekte teilweise übereinander liegen. Vectorworks 2009 verändert nun mit den Befehlen nur noch die Reihenfolge sich tatsächlich überlappender Objekte. So wird viel „Klickarbeit“ gespart, weil alle Objekte einfach übersprungen werden, die zwar dazwischen liegen, aber keine Rolle spielen.
Das Verwalten von Zubehör konnte mehr Arbeit machen als erwünscht. In Vectorworks 2009 geht das dank zahlreicher Verbesserungen ganz flott von der Hand. Mit einem neuen Befehl im Kontextmenü springen Sie sofort vom eingesetzten Symbol in der Zeichnung zum Original in der Zubehörpalette. Neu kann beim Importieren von Symbolen die Struktur der Bibliotheksordner mit übernommen werden. Alle Stuhlsymbole werden nach dem Import automatisch im Ordner „Stühle“ abgelegt, genau wie im Dokument, aus dem sie importiert wurden. Die Vorschau von Symbolen in der Zubehörpalette lässt sich jetzt nicht mehr nur als Drahtmodell, sondern auch in der Darstellung Kanten oder OpenGL speichern sowie in verschiedenen Ansichten (vorne, oben usw.). So können Sie etwa alle Fenster aussagekräftig von vorne anzeigen lassen und Möbel von rechts, vorne, oben usw. Mehr Übersicht, weniger zeitaufwendiges Navigieren und Verwalten bringt Ihnen die neue Zubehörpalette in Vectorworks 2009.
Vectorworks Spotlight 2009 bietet zahlreiche neue 2D/3D-Symbole: Darunter 272 neue Traversen von James Thomas sowie 220 Lautsprechersymbole führender Hersteller (Meyer Sound, d&b u.a.). Ebenfalls neu stehen 21 Tische und Stühle für Bankette zur Verfügung und 132 Scheinwerfer von Robe, James Thomas, Clay Paky, Coemar Highend, Martin, Varilite u.v.m.
Mit dem Befehl «Räume aus Wänden» sind Räume im Handumdrehen angelegt. Nach dem Aktivieren der Wände werden alle Räume automatisch erzeugt. Und wenn Sie Wände nachträglich verschieben, bringt ein Klick auf den Aktualisieren-Knopf alles wieder ins Lot. Das Raumobjekt weist alle wichtigen Rauminformationen wie Namen, Raumnummer, normgerechte Fläche u.v.m. auf und ermöglicht eine einfache Raumbeschriftung. Alle Daten und Eigenschaften, die z. B. für die optimale Weitergabe im IFC-Format an den Bauherrn oder ein Facility Management-Programm nötig sind, sind enthalten.
Vectorworks 2009 bietet einen vollautomatischen Datenaustausch mit der Software Lightwright 5. Das bedeutet, dass Ihre Tabellen in Lightwright und der Plan in Vectorworks automatisch synchronisiert werden. Die Daten in beiden Programmen sind also immer auf dem neuesten Stand, ohne dass Sie sich weiter darum kümmern müssen.
Neu kann Vectorworks mehrere Datenfelder von Scheinwerfern automatisch nummerieren. Der gewählte Erhöhungsschritt kann ein fester Wert sein oder auf die Anzahl der DMX-Kanäle zugreifen und die nächste Nummer um diesen Wert erhöhen. Zusätzlich lassen sich jetzt Scheinwerfer auch aufgrund ihrer Dimmernummer automatisch einem DMX-Universum zuordnen.
Sie können jetzt auch ein dreidimensionales Gewindebohrungsobjekt erzeugen. So fertigen Sie ohne Aufwand 3D-Modelle von Werkstücken mit Gewindebohrungen. Bei Wellen mit Gewinden lässt sich darüber hinaus das Gewinde nun komfortabel und normgerecht bestimmen. Und bei «Gewinde Spannbuchse» können neu auch Nuten eingesetzt werden. Schließlich sind für Kegelräder neue detaillierte und differenziertere Darstellungen möglich.
Direkt über die Navigationspalette lassen sich jetzt alle referenzierten Dokumente öffnen und editieren. Neben Vectorworks-Dokumenten funktioniert das auch mit JPEGs, PDFs usw. Im Handumdrehen öffnen Sie so etwa ein Luftbild in Ihrer Bildbearbeitung, ohne es im Plan oder auf der Festplatte suchen zu müssen.
«Ähnliches Objekt anlegen» heißt eine neue Superfunktion in Vectorworks 2009. Dank dieses Zeitsparers klickt man einfach mit gedrückter Alt- und Kontrolltaste auf ein Objekt in der Zeichnung und schon wird nicht nur das Werkzeug aktiviert, mit dem man dieses Objekt zeichnet, sondern darüber hinaus werden sämtliche Eigenschaften des angeklickten Objekts übernommen! Statt dass Sie für eine Bemaßung zuerst das korrekte Bemaßungswerkzeug einschalten müssen, die richtige Klasse einstellen, die Liniendicke und Farbe auswählen, ebenso die passende Schrift, Schriftgröße und -stil etc. –klicken Sie jetzt genau einmal auf eine bestehende Bemaßung! Das funktioniert natürlich auch mit Intelligenten Objekten wie Stempeln, Fenstern usw.
Film starten: Ähnliches Objekt anlegen
Kennen Sie das? Sie können ein bestimmtes Vectorworks-Dokument nicht öffnen, weil es in Gebrauch ist? Jetzt erhalten Sie mit dieser Meldung auch die Information, wer es gerade in Gebrauch hat, so dass Sie sich ohne Suchen und Herumfragen mit dem Kollegen absprechen können.
Seit Version 2008 kann man die nützlichen Ansichtsbereiche auch auf Konstruktionsebenen einsetzen. Damit Sie noch effektiver arbeiten können, wurde in Vectorworks 2009 an diesen Ansichtsbereichen noch einiges vereinfacht. Mit einem Doppelklick auf einen Ansichtsbereich gelangt man direkt auf die dazugehörige Konstruktionsebene, um daran eine Änderung vorzunehmen, und auf Knopfdruck wieder zurück zum Ansichtsbereich, ohne lange navigieren zu müssen. Verwendet man in einem Ansichtsbereich referenzierte Ebenen, führt das nicht mehr zum Import zusätzlicher Linienarten. Ihr Linienartenmenü bleibt unverändert. Ebenfalls praktisch: Alle Einstellungen eines Ansichtsbereichs auf einer Konstruktionsebene lassen sich jetzt mit dem Werkzeug «Attribute kopieren» auf einen anderen Ansichtsbereich übertragen und einiges mehr.
Das komplett überarbeitete Werkzeug erzeugt Intelligente Stützen in beliebigen Formen, die sich automatisch anpassen, je nachdem, ob sie frei im Raum stehen oder in eine Wand eingebunden sind. In der Architekturversion lässt sich zudem ein Stützenkern aus Beton, Holz oder als Trägerprofil definieren. Zahlreiche neue Einstellungsmöglichkeiten sichern nicht nur die richtige Darstellung im Plan, sondern auch den korrekten Export ins IFC-Format mit allen dafür nötigen Informationen.
Neu enthält die Attributpalette vier eigene Menübefehle, die das Zuweisen von Farbe, Füllung, Linienstärke usw. ganz erheblich erleichtern: Mit den beiden Befehlen «Als Vorgabeattribute sichern» und «Vorgabeattribute verwenden» können Sie beliebige Einstellungen in der Attributpalette abspeichern und in einem Schritt einem Objekt zuweisen oder zur Grundeinstellung machen. Das spart viel Zeit. Ebenso praktisch sind die Befehle «Klassenstile zuweisen» und «Klassenstile entfernen»: In einem Schritt weisen sie den aktivierten Objekten sämtliche Attribute ihrer jeweiligen Klasse zu oder schalten sie wieder aus.
Bis jetzt konnte man mit dem Multiwerkzeug nur ein Skript aufzeichnen, das einen Fangmodus ein- und ausschalten konnte. Jetzt speichert ein Skript auch alle dazugehörenden Fangeinstellungen, etwa ob nur die Eckpunkte gefangen werden können oder auch die Seitenmitten und die Objektmittelpunkte usw. So kann man sich jetzt mehrere ganz individuelle Sets von Fangeinstellungen für verschiedene Situationen abspeichern.
Wichtige Verbesserungen am Befehl «Datei-Info» erhöhen Ihre Sicherheit. Die präzisere Erkennung von identischen Objekten schützt Sie vor dem versehentlichen Löschen von Objekten. Und nicht zuletzt: Unbenutzte Symbole werden rund zehn mal schneller gelöscht als bisher.
Mit dem überarbeiteten Einzelstempel kann man Objekte auch automatisch Bestempeln. Jetzt wird dabei der Stempel immer innerhalb des Objekts gesetzt, auch bei komplexen Objekten wie z. B. gewölbten Polygonen oder solchen mit Aussparungen. Als Zählerwert für das Nummerieren lassen sich übrigens auch Buchstaben einsetzen (a, b, c,...) und der Stempel unterstützt Transparenzen. Und zusätzliche Stempel eines Typs können Sie übrigens auch elegant mit der neuen Superfunktion «Ähnliches Objekt anlegen» im Handumdrehen zu Papier bringen.
Noch findiger ist der Befehl «Attribute suchen und ändern» geworden, denn Sie kommen damit nun auch Datenbankeinträgen auf die Spur. Das ist besonders praktisch, um beispielsweise geänderte Artikelnummern, Preisangaben usw. in Ihren Datenbanken zu aktualisieren. Bisher mussten diese Einträge einzeln manuell gesucht werden.
Diese beiden wichtigen Architekturwerkzeuge sind in Vectorworks 2009 vielseitiger und dennoch einfacher zu bedienen. So lassen sich jetzt Fenster und Türen ohne Rechnen und Nachbessern präzise einsetzen, indem Sie einen Abstand zwischen zwei beliebigen Punkten bestimmen. Und Änderungen, die Sie über den Bearbeiten-Knopf in der Infopalette vornehmen, lassen sich jetzt auf alle aktivierten Fenster oder Türen übertragen. Bei Plankorrekturen kann das ganz schön zeitsparend sein. Diverse Verbesserungen bei den Anschlägen passen diese noch besser an die Praxis an. Das Verwalten von Einstellungssets ist überschaubarer und die Textfelder zur Erfassung von Informationen tragen jetzt verständliche Bezeichnungen wie Hersteller, Material, Feuerwiderstandsklasse usw. und Sie können mehr Zusatzinfos erfassen. Außerdem ist es in Vectorworks 2009 möglich, Schiebefenster zu konstruieren und verschiedene Öffnungswinkel für Fenster mit mehreren Flügeln festzulegen. Diese Reihe größerer und kleinerer Verbesserungen macht also das Bedienen dieser ausgeklügelten Werkzeuge noch intuitiver.
Der Einsatz bestimmter Farben spielt oft eine wichtige Rolle. Mit einem neuen Importbefehl lässt sich Vectorworks mit zusätzlichen Farbpaletten versehen. Die Farben müssen einfach in einer Textdatei vorliegen, die die Farbwerte RGB, CMYK oder HSV enthält. So wird es nicht nur einfach, eigene Farbpaletten zu erstellen und zu editieren (z. B. in Excel), sondern Sie können auch Farben von verschiedenen Herstellern verwenden, die diese im Textformat zur Verfügung stellen.
Das hat sich gelohnt: Das Legendenwerkzeug wurde gründlich überarbeitet. Erstens ist das Einsetzen von Legenden viel bequemer geworden. Jetzt kann man mit zwei Klicks eine Standardlegende für Fenster, Türen, Pflanzen usw. anlegen, die man – falls überhaupt nötig – nur noch anpasst. Und zweitens stehen nicht weniger als vier neue Legendentypen zur Auswahl: Mit dem Typ „Symbole“ werden alle in der Zeichnung verwendeten Symbole angezeigt. Mit „Farbfüllung“ und „Klasse“ stehen typische Legenden für Bebauungspläne, Landschaftspläne usw. zur Verfügung und eine weitere Legende zeigt die in Wänden verwendeten Baustoffe.
Bestempelt man mehrere Objekte automatisch, wird die Beschriftung immer innerhalb des Objekts gesetzt, auch wenn es sich um ein unregelmäßiges Polygon handelt o.ä. Jetzt sieht der Anwender in der Infopalette, Methodenzeile, in Dialogfenstern und an weiteren Stellen deutlich, ob ein Stempel mit einem Objekt verknüpft ist oder nicht, was die Fehlersuche und -behebung erleichtert. Und auch neue Stempel werden mit «Ähnliches Objekt anlegen» im Handumdrehen zu Papier gebracht.
Jetzt können Sie Türen ohne Rechnen und Nachbessern präzise Einsetzen. Und Änderungen, die Sie über den Bearbeiten-Knopf in der Infopalette vornehmen, lassen sich jetzt auf alle aktivierten Türen übertragen. Bei Plankorrekturen kann das ganz schön zeitsparend sein.
Diverse Verbesserungen bei den Anschlägen passen diese noch besser an die Praxis an. Das Verwalten von Einstellungssets ist überschaubarer. Die Textfelder zur Erfassung von Türinformationen tragen jetzt verständliche Bezeichnungen wie Hersteller, Material, Feuerwiderstandsklasse usw. und Sie können mehr Zusatzinfos erfassen. Schließlich muss die Maßstabgrenze, die ja für alle Türen im Plan gilt, auch nur noch einmal festgelegt werden. Die Türen wurden also mit größeren und kleineren Verbesserungen versehen, die die Arbeit mit diesem vielseitigen Werkzeug noch handlicher machen.
In Vectorworks 2009 wurde das Erstellen und Anpassen von Gefällebemaßungen z. B. für Entwässerungspläne stark vereinfacht. Zeichnen Sie nämlich eine Gefällelinie und der Anfangs- oder Endpunkt kommt auf den Punkt eines schon bestehenden Gefälles zu liegen, wird die Höhe dieses Punktes automatisch übernommen. Auch wenn Sie später die Höhe des Punktes ändern, werden beide Gefällebemaßungen automatisch aktualisiert.
Für alle Punkte von Gefällen können auch 3D-Punkte erzeugt werden, die dann beispielsweise als Grundlage für ein Geländemodell dienen können. Vectorworks 2009 ermöglicht zudem die Überprüfung der Gefällewerte. So können etwa alle Gefällewerte rot markiert werden, deren Höhen oder Neigungen außerhalb der gewünschten Grenzwerte liegen. Und schließlich gibt es eine neue Option, mit der vorgenommene Änderungen auf alle eingefügten Gefälleobjekte der Zeichnung übertragen werden.
Beim Anlegen eines Geländeschnittes konnte es bisher passieren, dass bei sehr nahe beieinander liegenden Maßpunkten sich die dazugehörenden Textblöcke überlagerten. Dem wird jetzt vorgebeugt, indem die Texte automatisch versetzt werden. Und ein neuer Knopf überträgt Anpassungen auf alle eingesetzten Geländeschnitte, so dass Sie zum Beispiel die Farbe sämtlicher Schnittlinien auf der Stelle ändern können. Diese und diverse weitere Verbesserungen wie eine anspruchsvolle 3D-Darstellung des Schnittverlaufs, Volumenberechnungen und das mühelose Erstellen eines neuen Schnittverlaufs sorgen für ein zügiges und komfortables Arbeiten mit diesem Werkzeug in Vectorworks 2009.
Vielfältige Beschriftungs- und Darstellungsoptionen gewährleisten jetzt, dass die Darstellung der Mengennachweise immer Ihren Anforderungen entspricht und in jeder Situation gut lesbar ist, z. B. mit oder ohne Kommentare, Punktsymbole u.a. Zudem lassen sich Mengennachweise dank einer automatischen Nummerierung immer sauber zuordnen.
Jetzt ist das Anlegen von Baugruben und Aufschüttungen in einem Geländemodell eine Frage weniger Klicks. Sie zeichnen ein Polygon für die Grundfläche der Baugrube und legen den z-Wert der Fläche fest. Dann definieren Sie für die einzelnen Kanten einen Neigungswinkel und das war’s schon. Das neue Werkzeug erlaubt es bei Bedarf auch, für jede Kante einen eigenen Böschungswinkel festzulegen oder die Grundfläche zu neigen. Neben Baugruben sind auch Aufschüttungen bzw. Kombinationen vorgesehen.
Mit dem neuen Spiegelbefehl im Kontextmenü können jetzt auch in die Wand eingefügte Symbole kurzerhand gespiegelt werden, auch wenn die Infopalette geschlossen ist.
Vectorworks legte schon immer großen Wert darauf, dass alle Standard-Austauschformate optimal unterstützt werden. Daher verfügt Vectorworks 2009 über eine Schnittstelle für Parasolid X_T-Dateien, die den Datenaustausch mit zahlreichen Programmen ermöglicht, die in der Automobil-, Möbel-, Fertigungsindustrie usw. zum Einsatz kommen (SolidWorks, MicroStation, Unigraphics u.v.a.)
Neu ist das DXF/DWG-Format in der Lage, Architekturobjekte von Autocad Architectural Desktop, sogenannte ADT-Objekte, wie Wände, Türen usw. vollständig in Vectorworks 2009 zu importieren.
Einige Bauherren verlangen DXF-/DWG-Dateien, in denen sich die Schraffuren auf eigenen Layern befinden. Solche Schraffurlayer werden jetzt auf Wunsch automatisch beim Export erzeugt, ohne dass Sie deshalb in Vectorworks auf assoziative Schraffuren verzichten müssen.
Mit einer Option können jetzt beim DXF-/DWG-Export die Konstruktions- und Layoutebenen eines Plans in einem Schritt als einzelne DXF-/DWG-Dateien ausgegeben werden. Diese praktische Batch-Funktion spart Ihnen viel Arbeit, wenn Sie jedes Stockwerk als Einzeldokument einreichen müssen.
Im Interesse eines reibungslosen Datenaustauschs unterstützt VectorWorks 2009 das DXF-/DWG-Format 2009 im Im- und Export.
Importieren ist jetzt einfach wie nie. Sie können die Dateien direkt mit der Maus in den Plan ziehen. Ob es sich um ein JPEG- oder Photoshop-Bild handelt, einen DXF-Plan oder ein Modell aus Google SketchUp. Besonders nützlich ist das bei mehreren Bildern, die man so in einem Schritt in die Zeichnung holt.
Film starten: Import per Drag and Drop u. PDF Snappen
Vectorworks 2009 erkennt die Fangpunkte (z. B. Seitenmitten, Eckpunkte usw.) von Objekten in importierten PDF-Dateien. Ein PDF verhält sich also nicht mehr wie ein einfaches Rasterbild, sondern ist jetzt ein regelrechter Bestandteil der Zeichnung. Das eröffnet eine große Zahl äußerst nützlicher Möglichkeiten: Zum Beispiel lässt sich ein Möbelstück in einer importierten PDF-Datei präzise bemaßen, oder Sie verkleinern jetzt mit dem Skalierbefehl Elemente schnell und ganz genau auf die richtige Größe und vieles mehr. Sie können sogar SmartCursor™-Hilfslinien auf Punkte setzen und ein PDF direkt als Konstruktionshilfe für die Zeichnung nutzen.
Film starten: Import per Drag and Drop u. PDF Snappen
Haben Sie eine eigene Maske definiert, verwenden Sie bestimmte Tastenkürzel, oder haben Sie einen Befehl an anderer Stelle untergebracht? Dann ist es jetzt ganz einfach, diese Maske auch in einer neuen Vectorworks-Version weiterzuverwenden: Im Maskeneditor sehen Sie auf einen Blick, welche Funktionen neu sind, so dass Sie blitzschnell Ihre bestehende Maske auf den neuesten Stand bringen können. Übrigens: Es ist neu auch möglich eine Standardmaske für’s ganze Büro zu definieren und auf dem Server allen zugänglich zu machen. Zum leichteren Bearbeiten von Masken ist das Dialogfenster des MaskenEditors jetzt vergrößerbar. In Vectorworks 2009 wurden die Masken übrigens in die verbreitete Bezeichnung Arbeitsumgebung umbenannt.
Weil die Infopalette für viele das wichtigste Hilfsmittel zum präzisen Bearbeiten von Objekten ist, wurde sie mit einigen neuen Fähigkeiten ausgestattet. Jetzt gelangt man durch einfaches Drücken einer Tastenkombination direkt ins erste Feld der Infopalette und kann sofort den gewünschten Wert eintippen. Das kleine Vorschaurechteck mit den Fixpunkten wird im gleichen Winkel angezeigt wie das Rechteck in der Zeichnung. Dadurch sieht man jetzt, welche Seite die Höhe und welche die Breite darstellt. Ganz besonders praktisch ist der überarbeitete Knopf «Position». Damit kann jetzt ein Objekt in einer Wand mit zwei Klicks exakt platziert werden. Zudem wird in der Infopalette jetzt immer mit der absoluten Genauigkeit gerechnet, benannte Objekte werden mit dem Namen angezeigt und referenzierte Symbole mit dem Pfad zu ihrem Quelldokument. Kurz: Sie können in der Infopalette noch intuitiver und ohne Umwege Zeichnungselemente bearbeiten.
Oft wählt man kleine Schriften, um ein Datenblatt platzsparend im Plan unterzubringen. Dies erschwert aber wiederum das Bearbeiten der Daten im Datenblattfenster. Deshalb lässt sich dieses Fenster in Vectorworks 2009 skalieren und wird in der Größe angezeigt, die zum Editieren angenehm ist. Außerdem: Die Reihenfolge von Spalten und Zeilen kann per Drag and Drop geändert werden. Und es stehen zahlreiche neue Funktionen zur Verfügung, z. B. eine, um den Inhalt zweier Zellen in Einer zusammenzufassen (Verketten). Eine ganze Reihe von Verbesserungen also, die allen, die mit Datenblättern arbeiten, Zeit und müde Augen ersparen.
Auch die Dächer wurden mit mehreren kleineren Verbesserungen versehen: Für den Dachstuhl lässt sich jetzt bestimmen, ob er unter die Unterkante des Daches konstruiert wird. Und Dächer unterstützen Standardklassen sowie den neuen Intelligenten Zeiger optimal, was das Bearbeiten vereinfacht.
Nur möglich in Vectorworks 2009: Ein Klick mit dem neuen Werkzeug «Sichtbarkeit ändern» auf ein Objekt – und alle Objekte dieser Ebene oder Klasse werden ausgeblendet. Mühseliges Suchen der ein- und auszublendenden Klassen im Navigations- oder Organisationsfenster? Das ist Vergangenheit. Außerdem können mit einem Doppelklick ins Werkzeug alle Klassen unsichtbar werden, außer den Klassen der aktiven Objekte. So blendet ein einziger Doppelklick beispielsweise alles aus außer den Pflanzen. Oder ein Doppelklick blendet alle Klassen wieder ein. Unnötig zu betonen, wie viel Zeit man mit diesem Tool spart.
Nicht mehr verstreut in verschiedenen Dialogfenstern, sondern zentral in einem einzigen Dialogfenster sind jetzt sämtliche Fangeinstellungen zusammengefasst. So kann man sich schnell einen Überblick verschaffen und Änderungen ohne langes Suchen vornehmen. Diverse neue Einstellungsmöglichkeiten erlauben ein noch genaueres Steuern des Fangverhaltens des Zeigers: Der Objektfang lässt sich nicht nur ein- oder ausschalten, sondern Sie bestimmen, ob neben den Eckpunkten auch die Seitenmitten, Objektmittelpunkte, Scheitelpunkte usw. gefangen und angezeigt werden oder nicht. Auch können neu beliebig viele eigene Standardausrichtwinkel definiert werden u.a.
Jetzt ist es möglich, eine Fenster-, Wand-, Raumliste usw. in kürzester Zeit anzulegen. Eine ganze Reihe von Vorgabedatenblättern nimmt Ihnen die ganze Arbeit ab, indem Sie diese Listen mit nur zwei Klicks anlegen können, zum Beispiel eine Fensterliste, die alle relevanten Fensterinformationen aufführt. Vectorworks 2009 hält für Sie passende Vorgaben bereit für Fenster, Türen, Wände, Räume, Dächer, Pflanzen, Scheinwerfer und Symbole. Und natürlich ist es auch ganz einfach, eigene Vorgabedatenblätter zu definieren.
Legt man mit dem Befehl «in Polylinie umwandeln» mehrere Polylinien an, weisen diese nicht mehr die Farben, Liniendicken usw. in der Attributpalette auf, sondern die Attribute des zuerst ausgewählten Objekts, das in eine Polylinie umgewandelt wird.
Jetzt wird der Anfangs- und Endpunkt einer Klotoide immer durch den ersten und den zweiten Klick beim Anlegen festgelegt, und zwar auch dann, wenn mit der Klotoide Polygone verbunden werden.
Das Werkzeug «Korbbogen» funktioniert nun nicht mehr nur bei Geraden und Polygonen, sondern verbindet auch Kreisbogen und Polylinien.
Bisher stellte das Werkzeug «Unterteilen» schon verschiedene praktische Methoden zur Verfügung, um eine einzelne Strecke mit Linien, Hilfspunkten oder mit einem beliebigen Objekt in Teilstücke zu unterteilen. In Vectorworks 2009 ist dasselbe für die Kanten existierender Objekte möglich, z. B. um drei aufeinander folgende Kanten einer Polylinie in 12 Teile zu unterteilen.
Mit dem neuen Befehl «Durch Symbol ersetzen» können Sie an die Stelle aller aktivierten Objekte im Plan in einem Schritt ein Symbol setzen. Haben Sie zum Beispiel einen Plan erhalten, in dem ein bestimmtes Planelement durch eine Gruppe oder durch Hilfspunkte dargestellt wird, können Sie die in Null Komma nichts durch ein beliebiges Baumsymbol o.ä. ersetzen. Die Symbole übernehmen auf Wunsch die Datenbankeinträge der ursprünglichen Objekte und bei 3D-Objekten auch deren z-Wert.
Mit dem überarbeiteten Werkzeug «Polygon öffnen» lassen sich Polygone noch zweckmäßiger umformen. Eine Polylinie können Sie in einem Kreisbogensegment zerschneiden, Bézier- oder kubische Kurven herauslöschen, ein Polygon am Eckpunkt zerschneiden und einiges mehr.
In Vectorworks 2009 bestimmen Sie das Aussehen der Zeichenfläche. Sie suchen die Farben und die Transparenz aus für das sichtbare Raster, die Modifikationspunkte, den Rahmen im Bearbeitenmodus (z.B. von Symbolen, Gruppen, Ansichtsbereichen usw.) und vieles mehr. Gestalten Sie Ihre Arbeitsoberfläche dezent oder in leuchtenden Farben, ganz wie es Ihnen gefällt oder wie es für Sie am zweckmäßigsten ist.
Gutes kann man immer noch besser machen: Schon in früheren Versionen des Korpusgenerators wurden während der Konstruktion immer nur die Teile angezeigt, die für den jeweiligen Arbeitsschritt relevant waren. Da immer mehr Material und Zubehör zur Verfügung steht, haben wir jetzt zusätzliche Sortierungen etwa nach Materialgruppe, Stärke oder freien Suchwörtern eingefügt.
Wenn die Verbindung zum Arbeitsgruppen- oder Benutzerdatenordner unterbrochen ist, vielleicht, weil der Ordner verschoben oder entfernt wurde, ist es jetzt eine Kleinigkeit, die Verbindung wiederherzustellen.
Das Werkzeug «Polylinie» enthält zwei neue Methoden, die für das Zeichnen organischer Formen wie geschaffen sind. Beide legen ausschließlich Kreisbogen an, die jeweils einen exakt bemaßbaren Radius und Winkel aufweisen. Die beiden Methoden eignen sich ideal, um den Umriss eines Teichs, den Verlauf eines Wegs o.ä. in einer eingescannten Skizze nachzuzeichnen.
Jetzt funktioniert das Positionieren eines Objekts in einer Wand so, wie es die Praxis fordert: Mit zwei Mausklicks bestimmen Sie einfach zwei beliebige Punkte, zum Beispiel die rechte Seite einer Tür und die linke Seite eines Fensters. Dann tippen Sie den gewünschten Abstand zwischen diesen Punkten ein, und das Fenster ist korrekt platziert. Das funktioniert beim Einfügen genau gleich wie beim Verschieben von bereits eingesetzten Symbolen. Nie mehr nachbessern, zurechtschieben oder die halbe Fensterbreite dazurechnen.
Film starten: Positionieren von Objekten
In Vectorworks 2009 lassen sich die beiden Befehle «Verschieben» und «Duplizieren Plus» auch auf Objekte in Wänden anwenden. Um eine Tür, ein Waschbecken etc. entlang einer Wand zu verschieben, drücken Sie einfach Befehlstaste-M und tippen den Abstand ins erscheinende Verschiebefenster ein. Ebenso einfach können Sie Objekte in Wänden duplizieren: Aktivieren Sie das Fenster, wählen Sie den Befehl «Duplizieren Plus», und Sie brauchen im Dialogfenster nur noch die Anzahl und den Abstand zwischen den Fenstern eintragen und die Wand ist komplett mit den richtig positionierten Fenstern versehen.
Film starten: Positionieren von Objekten
Jetzt haben Sie die Möglichkeit, Symbole, Gruppen und Ansichtsbereiche zu bearbeiten, während im Hintergrund der Plan weiterhin sichtbar ist. Der Plan kann normal oder zur besseren Unterscheidung von Symbol und Plan, grau angezeigt werden. Ausrichtpunkte im Plan können dabei immer gefangen werden.
Vectorworks 2009 bietet verschiedene neue Trägertypen darunter die IPBl-Reihe, die IPBv-Reihe u.a.
Mit der neuen Methode «Verschieben mit Referenzpunkt» des Verschiebenwerkzeugs können Sie jetzt im Handumdrehen ein Objekt so verschieben, dass es zu einem beliebigen Punkt in der Zeichnung einen bestimmten Abstand aufweist. Auf diese elegante Art verschieben Sie etwa einen Tisch ohne Federlesen so im Raum, dass er 80cm von der rechten Wand entfernt steht.
Film starten: Positionieren von Objekten
Wenn Sie mit dem Befehl «In Wand umwandeln» aus Bézierkurven oder kubischen Kurven eine Wand anlegen, besteht diese nicht mehr aus Dutzenden kurzer gerader Wandsegmente. Vectorworks 2009 bildet die Kurven mit runden Wandstücken nach, wobei Sie bestimmen, wie genau die Originalkurve abgebildet wird. So entstehen je nach Einstellung Wände, die aus vielleicht sechs Teilen bestehen, anstatt aus über Hundert Miniwänden, die nur schwer zu bearbeiten sind.
Der frühere Befehl «Umgrenzung» ist zum Werkzeug «Symbollinie» geworden. Dadurch können nicht mehr nur bestehende Objekte umgewandelt werden, sondern Sie sind in der Lage, direkt Gebietsgrenzen, Vegetationslinien usw. zu zeichnen. Es stehen zudem zwei weitere Balkenlinien zur Verfügung. Der Clou aber ist, dass Sie jetzt ganz leicht Ihre eigenen Linienarten aus beliebigen Symbolen definieren können.
Ein Highlight für den Küchenbau: In Vectorworks interiorcad 2009 können Fronten mit Griffleisten versehen werden. Zunächst können alle Griffleisten von Häfele und Hettich verbaut werden. Die Griffleisten werden in interiorcad nicht nur in der Kundenpräsentation angezeigt, Sie enthalten gleich die zusätzlichen Informationen in Ihrer Stückliste und alle Fertigungsinformationen für die Ausgabe auf die CNC-Maschine.
Die Konstruktionsmöglichkeiten für Rahmen wurden um einige Varianten bereichert. Bereits in Vectorworks interiorcad 2008 wurden frei gezeichnete Friese und Füllungen möglich. In Version 2009 steht eine breitere Palette an Füllungen zur Verfügung, beispielsweise Lamellen, Lochblech, Vertäfelungen, Glas und Gitterfüllungen. Auch sind nun vorne und hinten am Rahmen Glas- und Deckleisten sowie Konterprofil-Eckverbindungen konstruierbar.
Keine Zeit mehr zum Kaffeeholen: Renderings in Ansichtsbereichen werden in Vectorworks 2- bis 4-mal schneller berechnet. Gängige Objekttypen wie Tiefenkörper, Wände, Böden, Dächer lassen sich alle mit mehreren Materialien ausstatten. Bei einem Dach können so die Ober- und Unterseite, die Verkleidung, die Traufe und der Dachraum mit dem jeweils passenden Material versehen werden. Und Sie können ein Material direkt in Renderworks in die richtige Lage drehen und spiegeln statt in der Bildbearbeitung.
Weitere Renderworks-Verbesserungen automatisieren aufwendige Einstellungsarbeiten: Materialien auf verschiedenen Ebenen können aneinander ausgerichtet werden, zum Beispiel für eine Gebäudefassade. Und ein Material lässt sich jetzt auf einzelnen Flächen, z. B. eines Würfels, individuell positionieren. Eine Textur kann ausgerichtet über mehrere Objekte laufen, als ob es eines wäre, oder Sie können ein Material immer an der Längsseite eines Objekts ausrichten, so dass die Holzmaserung des Parketts auch nach einer Drehung der Riemen die richtige Lage aufweist.
Die Parasolid-Technologie macht auch vor Wänden nicht halt: Für Symbole oder Intelligente Objekte, die in eine Wand eingesetzt werden, können Sie jetzt zusätzlich eine exakte Definition des Lochs festlegen, das sie in die Wand schneiden wollen. Für Fenster und Türen heißt das zum Beispiel, dass Sie praktisch beliebige Wandöffnungen definieren können, egal ob ein sternförmiges Fenster oder eine gefaste Türöffnung. Außerdem sind jetzt auch Nischen möglich und Sie können spezielle Öffnungen definieren etwa für Eckfenster oder Fenster über mehrere Stockwerke hinweg.
Film starten: 3D-Parasolid
Zahlreiche 3D-Objekte, die Sie in Vectorworks 2009 erzeugen oder bearbeiten, sind jetzt echte Vollkörper (anstelle einer Gruppe von NURBS-Flächen). Dadurch sind jetzt Volumenadditionen und -subtraktionen ebenso möglich wie das direkte Umwandeln in einen Hohlkörper usw. Außerdem benötigen Volumenkörper weniger Speicher. So modellieren Sie mit Funktionen wie «Flächen trimmen», «3D-Körper umformen», «3D-Projektion» u.a. jetzt ganz intuitiv Ihre Modelle.
Film starten: 3D-Parasolid
Pfadkörper sind definiert durch ein Profil und durch einen Pfad, dem es folgt. Neu können beide Elemente auch Ecken aufweisen. Außerdem ermöglicht eine neue Option, dass Pfadkörper nicht mehr verdreht werden und so zum Beispiel auch komplexe Handläufe von Geländern einfach modelliert werden können.
Film starten: 3D-Parasolid
So modellieren Sie in Vectorworks 2009: Zeichnen Sie einfach ein Profil auf eine beliebige Fläche eines 3D-Körpers. Dann ziehen Sie mit der Maus dieses Profil als zusätzliches Volumen aus der Fläche. Oder umgekehrt: Sie drücken es als Aussparung in den Körper hinein. So schnell und intuitiv kann man jetzt mit dem Werkzeug «3D-Körper umformen» arbeiten. Das funktioniert auch mit bestehenden Flächen, etwa dem Deckel eines Pyramidenstumpfs oder der Fläche eines Flansches. Mit dieser direkten Arbeitstechnik arbeiten Sie im 3D-Bereich so, wie Sie es vom 2D-Plan gewohnt sind. Das ist echtes 3D-Entwerfen.
Mit diesem neuen Intelligenten Objekt konstruieren Sie 2D- und 3D-Fachwerkträger, Sparren, Balken usw. mit Leichtigkeit. Alle Werte und Eigenschaften lassen sich in der Infopalette festlegen. Sie können dafür auf Standardprofile zurückgreifen oder eigene definieren und haben dabei die Wahl zwischen Trägern aus Holz, Stahl oder Beton. Träger, Sparren und Balken aus Holz, Stahl oder Beton.
Mit einem neuen Einblendmenü in der Methodenzeile können Sie direkt die Fläche des aktivierten Objekts auswählen, deren Textur Sie mit dem Werkzeug z. B. verschieben wollen.
Parasolid ermöglicht nicht nur perfektes freies dreidimensionales Entwerfen. Der neue Modellierkern in Vectorworks 2009 ist auch der Garant dafür, dass selbst komplexeste Formen und Körper mit absoluter Präzision und Zuverlässigkeit konstruiert werden. Egal, ob Sie zwei Freiformkörper miteinander verschmelzen, oder mehrere tangentiale Kanten verrunden wollen – VectorWorks 2009 bewältigt jede lösbare Aufgabe.