Landschaftsarchitektur-Trends 2026

Trends in der Landschaftsarchitektur 2026

09.02.2026

Die Landschaftsarchitektur in Deutschland, Österreich und der Schweiz steht 2026 vor einer deutlichen Erweiterung ihres Aufgabenfeldes. Klimaanpassung, Biodiversität, Wasserhaushalt und urbane Resilienz sind nicht mehr nur Leitbilder, sondern konkrete Anforderungen aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft. Berufsverbände der Landschaftsarchitektur formulieren diese Erwartungen seit Jahren klar.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Nachweisbarkeit, Planungspräzision und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Digitale Werkzeuge gewinnen an Bedeutung, weil sie helfen, komplexe ökologische und räumliche Zusammenhänge früh sichtbar zu machen und konsistent zu planen.

Die folgenden Trends greifen internationale Entwicklungen auf, ordnen sie für den DACH-Raum ein und zeigen, wie sie sich praktisch umsetzen lassen.

 

1. Klimaziele als planerische Grundlage

Klimaanpassung und Biodiversität bilden 2026 die fachliche Grundlage landschaftsarchitektonischer Projekte. Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) betont in seiner Position zur grünen Infrastruktur die Schlüsselrolle der Landschaftsarchitektur bei der Anpassung an den Klimawandel. In den „Essentials zur Klimaanpassung“ heißt es: „Um den Natürlichen Klimaschutz und die Klimaanpassung bei Bauprojekten konzeptionell zu berücksichtigen sowie in der Abwägung mit anderen Belangen zu festigen, ist es notwendig, neue und innovative Verfahren zu etablieren. Damit können frühzeitig Risiken, Belastungen, Schwachstellen und auch Lösungen identifiziert werden.“

Für die Planung bedeutet das, Biodiversität nicht als gestalterisches Zusatzthema zu behandeln, sondern als messbare Funktion von Freiräumen. Pflanzkonzepte, Versiegelungsgrade, Substrate und Pflegeaufwand müssen früh analysiert und dokumentiert werden. Digitale Werkzeuge wie Vectorworks Landschaft unterstützen diesen Ansatz, indem sie Pflanzdaten, Flächen und Geländeinformationen in einem gemeinsamen Modell zusammenführen. So lassen sich ökologische Strategien bereits im Entwurf nachvollziehbar darstellen und begründen.

 

2. Biodiversität, Wasserhaushalt und naturnahe Systeme

Wasser wird 2026 zu einem zentralen Steuerungs- und Gestaltungselement der Landschaftsarchitektur. Der bdla positioniert sich klar zum Schwammstadt-Prinzip. Der Fachbeitrag „Die Stadt als Schwamm“ fordert, Regenwasser nicht einfach schnell abzuleiten, sondern möglichst vor Ort zu speichern, zu verdunsten oder zu versickern. "Der Ansatz der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung reicht weit über die eigentliche Grundstücksentwässerung hinaus. In den letzten Jahren hat sich in diesem Zusammenhang eine Reihe neuer Projekte und Planungsinstrumente entwickelt, bei denen Landschaftsarchitekten beteiligt sind oder zumindest beteiligt sein sollten."

Auch die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur (ÖGLA) stützt diese Sicht: „Österreichs Wasser ist in Gefahr, schützen wir es! … Ziel muss es sein, das Wasser (wieder) länger in der Landschaft zu halten.“ 

Für Landschaftsarchitekturbüros bedeutet das eine präzise Auseinandersetzung mit Topografie, Gefälle, Oberflächen und Retentionsräumen. Digitale Geländemodelle sind dabei ein zentrales Arbeitsmittel. Mit den Geländemodell- und Flächenanalysefunktionen von Vectorworks Landschaft lassen sich Höhen, Neigungen und Entwässerungsrichtungen detailliert abbilden. Retentionsflächen und Versickerungszonen können früh geprüft und in den Entwurf integriert werden.
 

 

3. Sensorik, Datenintegration und der Blick auf den Betrieb

Landschaftsarchitektur endet nicht mit der Fertigstellung. Pflegeaufwand, Wasserverbrauch und langfristige Funktionsfähigkeit rücken stärker in den Fokus. Berufsverbände fordern deshalb langlebige und robuste Lösungen.

Der bdla weist in seinen Veröffentlichungen darauf hin, dass Planung und Betrieb enger zusammengedacht werden müssen. Strukturierte Daten gewinnen an Bedeutung, um Freiräume langfristig bewerten und weiterentwickeln zu können. Digitale Modelle aus Vectorworks Landschaft bilden dafür eine wertvolle Grundlage. Pflanzlisten, Flächenkennwerte und Geländedaten bleiben konsistent verfügbar und können später mit Betriebs- oder Monitoringdaten verknüpft werden. So wird aus dem Entwurfsmodell schrittweise ein Informationsmodell für den Lebenszyklus von Freiräumen.

 

4. Urbane Resilienz und klimaangepasste Stadträume

Während sich wassersensible Planung auf konkrete Systeme wie Retention, Versickerung und Verdunstung konzentriert, rückt 2026 stärker die räumliche Organisation von Freiräumen in den Fokus. Urbane Resilienz entsteht nicht allein durch technische Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Freiraumstrukturen, Bebauung und Landschaft im Stadtraum.

Der bdla fordert in seinen Stellungnahmen zur Klimaanpassung, dass Grüne Infrastruktur verbindlicher Bestandteil kommunaler und übergeordneter Planungsprozesse wird. Klimaanpassung wird dabei nicht als Einzelmaßnahme verstanden, sondern als räumliche Aufgabe, die langfristige Strukturen erfordert. Auch der BSLA spricht in diesem Zusammenhang von klimaangepasster Siedlungsentwicklung als integraler Bestandteil von Stadt- und Raumplanung.

Österreich betont den gleichen systemischen Ansatz, indem die ÖGLA darauf verweist, dass Landschaft nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern als zusammenhängender Raum, der ökologische Stabilität, Nutzung und Entwicklung verbindet. Urbane Resilienz entsteht dort, wo Freiräume vernetzt gedacht und über Maßstabsebenen hinweg geplant werden.

Für die Landschaftsarchitektur bedeutet das eine stärkere Arbeit im Übergangsbereich zwischen Objekt-, Quartiers- und Stadtebene. Grünzüge, Frischluftkorridore, Freiraumverbindungen und topografische Strukturen müssen im Zusammenhang gelesen werden.

Digitale Werkzeuge unterstützen diese Perspektive, indem sie großräumige Zusammenhänge sichtbar machen. Mit der Kombination aus Geländemodellen, Flächenverwaltung und der Arbeit in unterschiedlichen Maßstäben ermöglicht Vectorworks Landschaft die Analyse und Entwicklung klimaangepasster Freiraumstrukturen, ohne den Bezug zum konkreten Projekt zu verlieren.


5. Landschaftsarchitektur zwischen Objekt, Stadt und Region

Landschaftsarchitektur wird zunehmend über einzelne Objekte hinaus wirksam. Sie bewegt sich heute zwischen Detailplanung, städtischem Zusammenhang und regionalen Landschaftssystemen und verbindet diese Maßstabsebenen in einem gemeinsamen planerischen Ansatz. Die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur (ÖGLA) formuliert diesen Anspruch in der Landschaftsdeklaration „Landschaft Österreich 2020+“: „Landschaft ist eine zentrale Ressource für ökologische Stabilität, Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung.“

Landschaftsplaner und Landschaftsarchitekt:innen arbeiten damit verstärkt an Arealentwicklungen, Infrastrukturprojekten und regionalen Freiraumkonzepten. Planung erfordert Werkzeuge, die Maßstabswechsel ermöglichen und Informationen konsistent halten.

Vectorworks Landschaft verbindet Objektplanung, Gelände, Freiraum und großräumige Strukturen in einem durchgängigen Modell. Der Wechsel zwischen Detail und Übersicht wird erleichtert, ohne Daten zu verlieren.

 

Fazit

Die Landschaftsarchitektur-Trends 2026 zeigen eine klare Entwicklung. Klimaanpassung, Biodiversität, Wassermanagement und urbane Resilienz prägen die Planung in Deutschland und Österreich. Berufsverbände formulieren diese Anforderungen deutlich und positionieren Landschaftsarchitektur als zentrale Disziplin für die Transformation von Stadt und Landschaft.

Digitale Werkzeuge wie Vectorworks Landschaft unterstützen Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten dabei, diese Anforderungen praxisnah umzusetzen, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen über Maßstabsebenen hinweg zu treffen.


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