Neues Zusatzmodul für Rigging-Analyse Anwender kooperieren bei Braceworks-Entwicklung

Bei der Entwicklung des neuen Zusatzmoduls für die Rigging-Analyse hat der Hersteller Vectorworks Inc. mit verschiedenen deutschen Unternehmen zusammengearbeitet. Ein wichtiger Kooperationspartner war die statico Ingenieurgesellschaft mbH, die auf Traversenstrukturen und temporäre Konstruktionen spezialisiert ist.

Braceworks für Vectorworks Spotlight

Die Zusammenarbeit zwischen statico und Vectorworks konzentrierte sich auf das Testen von Braceworks, dem neuen Zusatzmodul für Vectorworks Spotlight und Designer. Statico teste besonders den Austausch von Braceworks-Berechnungen mit Statikern zum finalen statischen Nachweis. Im Zuge dessen führte statico auch Vergleichsrechnungen zwischen etablierten Berechnungssystemen und den Ergebnissen aus Braceworks durch. Diese deckten sich mit denen von DeerSoft und Vectorworks, siehe Benchmark-Vergleich.

„Es war wirklich interessant, Braceworks von Bauingenieuren testen zu lassen", sagt Moritz Staffel, Geschäftsführer der DeerSoft GmbH und Hauptentwickler von Braceworks. Während der Entwicklung arbeitete er mit 50 Betatestern aus acht verschiedenen Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, Belgien und den USA zusammen.

Links: Stephan Schewe, Geschäftsführer und Partner der statico Ingenieurgesellschaft mbH, rechts: Moritz Staffel, Geschäftsführer der DeerSoft GmbH

Mehr Effizienz dank Braceworks

Durch die Rückmeldungen von statico und den anderen Betatestern wurde schnell klar, dass die Kombination aus technischem Planen mit Vectorworks Spotlight und Auswertung mit Braceworks die Effizienz enorm steigert. Schon während der Planung können Parameter wie Traversenausnutzung und Hängepunktbelastung fortlaufend überprüft werden.

„Zwischenstände und Änderungen überwacht der Planer selbst", sagt Stephan Schewe, Geschäftsführer und Partner von statico. „Durch die geregelte Datenübernahme kann der finale statische Nachweis dann unkompliziert durch die erfahrenen Statiker erbracht werden. Zeitfressende und risikobehaftete Zwischenschritte gehören jetzt der Vergangenheit an."

In der Praxis bewährt

Statico testete Braceworks erstmals beim Eurovision Song Contest in Kiew. Für die Bühne wurde ein komplexes System bestehend aus 735 Aufhängepunkten, 3.300 m Traversen, 1.816 Beleuchtungskörpern, 212 Tonnen Hängematerial, 112 C1- Kettenzugsysteme und über 30 m Freiformtextilien verwendet. Über den DSTV Export wurde das statische System von Braceworks nach Scia exportiert.

„Durch den DSTV-Datenexport von Braceworks war der Austausch recht einfach und hat uns viel Zeit gespart", erklärt Stephan Schewe. „Natürlich ist es schwierig, die komplette Zeitersparnis zu berechnen oder zu messen, aber wir können sagen, dass rund vierzig Prozent der üblichen Arbeitsmenge eingespart wurden und wir definitiv die Kosten für die strukturelle Voranalyse, die zuvor von Statikern gemacht wurde, gespart haben."

Vectorworks-Datei für den Eurovision Song Contest 2017

Ein persönlicher Erfolg

„Was statico an Braceworks besonders schätzte, ist die einfache Art und Weise, eine Dokumentation zu erstellen. In den vergangenen Monaten erstellten sie viele Berichte, die geprüft und freigegeben wurden", sagt Moritz Staffel.

„Für mich war es ein persönlicher Erfolg, die Berechnungsergebnisse zu sehen und somit zu wissen, dass Braceworks und das Austauschformat funktioniert. Wir bieten den Anwendern einen echten Vorteil."

Braceworks ist seit der Version 2018 als Zusatzmodul für Vectorworks Spotlight und Designer verfügbar. Das Programm bietet einen vollständig integrierten Workflow von der Konstruktion über die Analyse bis zur Dokumentation.

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